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Wo bleiben die Solarparkplätze in Österreich?

Viele Parkplätze könnten mit einem PV-Dach auch sauberen Strom liefern. Doch solche Solardächer sind immer noch selten. Im Ausland sollen nun auch gesetzliche Verpflichtungen nachhelfen.

Die Shopping City Süd in Vösendorf ist normalerweise kein Vorzeigebeispiel für den Klimaschutz. Hier trifft kilometerweite Versiegelung auf Shopping, Konsum und Autoverkehr. Doch gerade hier will man zumindest einen kleinen Beitrag leisten – mit PV-Anlagen, die über den Parkplätzen montiert sind. 170 Parkplätze habe man seit kurzem überdacht, mit großen Modulen, die sich wie Flügel über den Asphalt heben. An anderer Stelle sollen bis Ende November noch einmal 1300 Paneele dazukommen. Sie sollen nicht nur Strom produzieren, mit dem das Einkaufszentrum und E-Autos versorgt werden, sondern die parkenden Autos auch vor der Witterung und Sommerhitze schützen.

Österreichweit sind solche PV-Parkplätze aber nach wie vor die Ausnahme. Und das liegt nicht daran, dass es an Parkplatzflächen mangelt: vor Supermärkten, Einkaufszentren oder Industrieanlagen sind oft riesige Flächen versiegelt. 730 Hektar insgesamt etwa vor Fachmarktzentren, 470 Hektar vor den Filialen der vier größten Supermarktketten des Landes, 184.000 Parkplätze vor den Shoppingcentern. Alle Pkws in Österreich zusammen brauchen laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in etwa die Fläche der Stadt Salzburg. Könnten diese vielen versiegelten Flächen künftig zumindest nicht auch für die Stromerzeugung genutzt werden?