Das Forum Ökologische Marktwirtschaft hat im Auftrag von Green Planet Energy die Kosten von Gaskraftwerken berechnet und kommt auf bis zu 67 Cent je Kilowattstunde – vor allem aufgrund externalisierter Kosten. Diesen Faktor gibt es bei Backups auf Basis von Erneuerbaren nicht, weshalb sie viel günstiger wären.
Für ein errichtetes Gaskraftwerk mit 500 Megawatt Leistung und 1.000 Volllaststunden – eine für den Betrieb als Backup-Kraftwerk nicht zu geringe Annahme – muss man Stromgestehungskosten von rund 19,2 Cent je Kilowattstunde kalkulieren, davon 6,8 Cent für den volatilsten Posten, nämlich das Gas. Addiert man 100 Euro pro Tonne CO2 an Kosten aus dem Emissionshandel hinzu, sind es 23,0 Cent je Kilowattstunde. Bezieht man jedoch auch die externalisierten Kosten mit ein, also solche, die zwar entstehen, aber nicht vom Kraftwerksbetreiber getragen werden, dann sind es 35 bis 67 Cent.
Und selbst diese Summe kann durch geopolitische Krisen jederzeit noch weit höher ausfallen. So lautet die zentrale Aussage einer Kurzstudie, die das Forum Ökologische Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökoenergieversorgers Green Plante Energy erstellt hat. Deshalb sind die von der Bundesregierung als Backup für das zunehmend auf erneuerbaren Energien basierende Stromsystem geplanten Gaskraftwerke „eine der teuersten Optionen für die Versorgungssicherheit“, so Green Planet Energy.