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Stromstrategie 2040 der E-Wirtschaft im Check

Ein Hochspannungsmast im Hintergrund mit Solarpaneelen im Vordergrund bei Sonnenuntergang.

Am 5. März 2026 präsentierten Barbara Schmidt, Michael Strugl von Oesterreichs Energie und Anton Burger von Compass Lexecon in Wien das „Zielbild 2040“ für das österreichische Stromsystem. Vorweg: Mit entscheidend ist – wenn man sich selbst ein Bild machen möchte – die Herkunft der Zahlen: Compass Lexecon hat die Studie im Auftrag von Oesterreichs Energie erstellt. Das ordnet die Aussagen ein: Man sieht ein Branchen-Zielbild, das auf Modellannahmen basiert – und Zielkonflikte eher dort erkennt, wo sie für Systemkosten, Netzbetrieb und Umsetzungstempo relevant werden.

Wer Netze plant oder betreibt, erlebt „Erneuerbare“ nicht als Jahreszahl, sondern als Betriebszustand. Es gibt Stunden, da fällt die lokale Erzeugung im Ortsnetz zeitgleich an, während der Verbrauch niedrig ist. Dann steigen Spannungen in bestimmten Strängen an, Betriebsmittel laufen näher an Grenzwerte, Schutz- und Regelkonzepte werden zum Thema – und die Frage lautet nicht „Haben wir genug Strom?“, sondern „Wie viel davon verträgt dieses Netz in dieser Stunde, in diesem Abschnitt, unter diesen Randbedingungen?“.

Vor diesem Hintergrund stand das Pressegespräch der E-Wirtschaft in Wien. Die drei Protagonisten am Podium stellten keine Neuheiten vor, sondern argumentierten für eine bestimmte Sicht auf das Gesamtsystem: Nicht die Jahresbilanz entscheidet, sondern Stundenprofile, Flexibilität und Netzdimensionierung – und die Frage, wie man Systemkosten begrenzt, ohne Versorgungssicherheit zu verlieren. Das wird über die Studie von Compass Lexecon, beauftragt von Oesterreichs Energie, als Rechenbild unterlegt. Und genau dort beginnt die fachliche Arbeit: Was sagt dieses Rechenbild – und was sagt es nicht?