Das geplante Ende der Umsatzsteuerbefreiung für kleinere Sonnenstromanlagen beunruhigt viele, aber nicht alle. Salzburg geht einen anderen Weg.
“Preis-Schock: Steuervorteil bei PV endet vorzeitig”. Diese Schlagzeile der “Kronen Zeitung” hat vor einer Woche offenbar die Sorge vieler Hausbesitzer bzw. Gewerbetreibender vor dem Ende der Photovoltaik(PV)-Förderung befeuert. Demnach müsste eine Anlage bis Ende April vollständig installiert sein, um noch von der ursprünglich bis Ende 2025 gültigen Mehrwertsteuerbefreiung zu profitieren. Erst ein kleiner Hinweis am Ende des Artikels verweist darauf, dass es sich bei dem Artikel um “eine Initiative von Burgenland Energie und Kronen Zeitung” handelt – konkret ein gemeinsames Unternehmen, das PV-Anlagen in ganz Österreich verkauft.
“Es gibt aktuell eine unglaubliche Verunsicherung und Panik”, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria. Seit FPÖ- und ÖVP-Verhandler das Auslaufen der Mehrwertsteuerbefreiung für PV-Anlagen unter 35 Kilowatt (kWPeak) in ihre Budgetsanierungspläne aufgenommen haben, laufen auch im Branchenverband die Telefone heiß. Die Mitgliedsbetriebe berichten von Fällen, wo wegen möglicher Mehrkosten von 1.500 Euro sogar Aufträge storniert würden, obwohl Planung und Bestellung bereits abgeschlossen seien. “Daran sieht man, wie sensibel diese Dinge sind”, sagt Immitzer.