Das Land hat einen Verordnungsentwurf für PV-Beschleunigungsgebiete an den Autobahnen vorgelegt. Die PV-Branche spricht von einer reinen Pflichtübung, die nichts bringen wird. Widerstand kommt aus Eugendorf.
Auf den ersten Blick hat Salzburg vieles richtig gemacht: Im Februar dieses Jahres hat die Landesregierung das Raumordnungsgesetz geändert und damit die rechtliche Grundlage für die Ausweisung von sogenannten Beschleunigungsgebieten für den Ausbau von Ökostrom geschaffen. Zwar nur für Photovoltaik (PV), insgesamt wurden aber 135 Hektar entlang der Autobahnen in sieben Gemeinden zwischen Eugendorf und Zederhaus als geeignete Gebiete definiert, in denen Agri-PV-Anlagen ohne maßgebliche Umweltschäden errichtet werden können. Damit hat das Land jedenfalls auf dem Papier die entsprechenden EU-Vorgaben für einen flotten Ausbau von Ökostrom erfüllt.
Die Vertreter der PV-Branche zweifeln allerdings daran, dass der Ausbau in Salzburg tatsächlich beschleunigt werden soll. Hintergrund ist der Entwurf für die Verordnung, mit der die konkreten Bestimmungen für Projekte festgelegt werden und der bis vor wenigen Tagen in Begutachtung war.
Bildquelle: Screenshot, Salzburger Nachrichten vom 4.8.