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PV-Unternehmen fordert nach Insolvenzwelle Anzahlungsverbot

Bei Konkursen von PV-Firmen drohe der Verlust der ersten Rate – der PV-Verband kann diesem Argument wenig abgewinnen.

Ein Vorarlberger Photovoltaik-Unternehmen machte Ende Jänner mit einer bemerkenswerten Aussendung von sich reden: Anzahlungen sollten verboten werden, PV-Installationen seien erst nach vollständiger Fertigstellung abzurechnen.

Branchenverband sieht es anders
Vera Immitzer
, Geschäftsführerin PV Austria, kann diesem Ansinnen wenig abgewinnen: „Die Insolvenzen in der Photovoltaikbranche sind Teil einer breiteren Entwicklung innerhalb der gesamten Bauwirtschaft. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Unternehmen im PV-Sektor gegründet worden, was zwangsläufig auch zu einer höheren Insolvenzquote führt. Jede einzelne Firmeninsolvenz ist dabei äußerst problematisch. Gleichzeitig haben politische Maßnahmen der vergangenen Monate diese Entwicklung zusätzlich verstärkt.“

„Eine faire Anzahlungsstruktur ist kein Risiko“
Eine Anfrage zum Thema beantwortete Peter Schöppl, Rechtsanwalt bei Anwaltskanzlei SCHÖPPL | LEHNER, so: „Eine faire Anzahlungsstruktur ist kein Risiko, sondern das Fundament für eine reibungslose Projektrealisierung der PV-Anlage. Durch eine rechtlich ausgewogene Vertragsgestaltung lässt sich das Vertrauen zwischen Fachbetrieben und Kunden nachhaltig stärken. Ich empfehle transparente, leistungsbezogene Zahlungspläne, die die Investitionssicherheit des Kunden schützen, wodurch der Kunde schnellstmöglich den eigenen Sonnenstrom produzieren kann.“