Photovoltai-Branche und Elektrotechniker kritisieren System
“Es kann nicht sein, dass sich das Geschäftsjahr eines Elektrotechnikers in 33 Sekunden entscheidet”, sagt Vera Immitzer. Der Geschäftsführerin des Branchenverbands PV Austria stößt der jüngste Photovoltaik-Fördercall in Österreich ebenso sauer auf wie etlichen OÖN-Lesern.
In den finalen Juni-Wochen gingen bei der Abwicklungsstelle EAG rund 28.000 Anträge für Investitionszuschüsse für PV-Anlagen und Batteriespeicher ein. Weil bei 20 Millionen Euro Schluss war, wurden 3000 Anträge bewilligt – binnen 33 Sekunden. 25.000 Antragsteller schauten durch die Finger, in Summe wurden Anträge in Höhe von 120 Millionen Euro gestellt. Es erwischte auch Betriebe, die für Kunden Förderanträge stellten: Bei manchen Anträgen gab es grünes Licht, bei anderen nicht.
“Mit so einem System vergrault und verärgert man die Leute”, sagt Immitzer und schlägt in dieselbe Kerbe wie Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker.