Brandschutz muss von Anfang an integraler Bestandteil der Planung, Installation und Wartung von Photovoltaikanlagen sein. ELEKTRO|branche hat sich mit Rechtsanwalt Mag. Peter Schöppl über die (haftungs-)rechtlichen Perspektiven und Konsequenzen unterhalten.
Klar ist: Immer mehr Dächer tragen PV-Module – doch mit der Anzahl der Installationen erhöhen auch das Risiko von Bränden. Ohne konsequenten Brandschutz und fachgerechter Montage kann die Energiewende schnell zur Gefahr werden.
ELEKTRO|branche: Herr Mag. Schöppl, warum ist das Thema Brandschutz bei Photovoltaikanlagen überhaupt so relevant?
Mag. Peter Schöppl: Photovoltaikanlagen sind technisch ausgereift, aber dennoch nicht risikofrei. Wenn sie fachgerecht geplant, installiert und betrieben werden, geht von ihnen kein erhöhtes Brandrisiko aus. Probleme entstehen meist durch Installations- oder Planungsfehler, schlechte Materialqualität oder das Ignorieren von Normen und Richtlinien. Diese Fehler können, wie bei allen elektrischen Anlagen, zu Bränden führen. Und dann stellt sich zwangsläufig die Frage: Wer haftet für die Schäden?