Heuer wird es drei Fördercalls geben – der erste mit 40 Millionen Euro für PV
Das Zu- und Aufdrehen des Fördergeldhahns scheint auch der Stil der neuen Regierung zu sein. Am Mittwoch wurde – auch für die Branche der Erneuerbare-Energie-Erzeuger überraschend – eine neue Förderung für Sonnenstromanlagen, Wind- und Wasserkraft bekannt gegeben, nachdem im März die Mehrwertsteuerbefreiung für PV-Anlagen vorzeitig abgeschafft worden war. „Wir haben mit der Aussendung des Ministeriums um acht Uhr am Morgendavon erfahren“, sagte die Chefin des Branchenverbands PV Austria, Vera Immitzer, zu den OÖNachrichten – hörbar unerfreut. Nur neun Stunden später startete auf der Abwicklungsplattform EAG das Rennen um die Förderungen, ganz wie in alten Zeiten im Stil eines Windhundrennens, zumindest für die Anlagen bis zu 20 kWp. Der niedrigste Förderbedarf in Euro je kWp wird zuerst gereiht, bei gleichem Förderbedarf ist der Einreichzeitpunkt (Ticketziehung) entscheidend. Immitzer begrüßte – wie auch der Geschäftsführer der WKO Bundessparte Industrie, Andreas Mörk – die Förderung an sich, sie wies aber auf das deutlich geringere Ausmaß als in der Vergangenheit hin.
Bildquelle: Fotografie; OÖ Nachrichten vom 24.04.2025