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Ökostrom rund um die Uhr ist keine Illusion

Österreich kann zum Standortfaktor für günstigen Strom werden, aber dazu müssten dringend wichtige standortpolitische Signale gesetzt werden.

Bis 2050 muss sich der Strombedarf in der EU laut Internationaler Energieagentur verdoppeln – und er soll vor allem aus dezentralen Wind‑ und Photovoltaikanlagen stammen. Doch damit diese Energiewende gelingt, braucht es nicht nur neue Anlagen, sondern vor allem ein stärkeres, moderneres Netz samt großflächiger Speicher. Im Branchengespräch der „Presse“ diskutieren Herbert Paierl (PV Austria), der Ökonom Jan Kluge (Agenda Austria) und Enery‑Gründer Richard König, welche politischen, regulatorischen und technologischen Hebel jetzt rasch umgelegt werden müssen: vom abrupten Ende der Steuerbefreiung für Kleinanlagen über schleppende Genehmigungen und regionale Unterschiede bis hin zu Investitionsstaus beim Leitungs‑ und Speicherausbau.

Ihr Fazit: Photovoltaik ist heute die günstigste Stromquelle – doch ohne schnellere Verfahren, transparente Netzinformationen und integrierte Speicher drohen Österreich und Europa, ihr „Projekt der Zukunft“ zu verzögern und damit wertvolle Wettbewerbschancen zu verschenken.

Bildquelle: Scan; Die Presse vom 18.04.2025