Bundesländer müssen ernsthafte Energieraumplanung betreiben anstatt Kleinklein und Ausreden
Wien, 11. September 2024 – Auch wenn das Potential von PV-Anlagen auf Dächern auf den ersten Blick unerschöpflich wirkt, kann davon nur ein Bruchteil tatsächlich genutzt werden. Diese Erkenntnis ist seit einigen Jahren bekannt und wurde nun in einem Update einer Studie zu Photovoltaik-Flächenpotenzialen von Oesterreichs Energie neuerlich bestätigt.
„Ohne konsequenter Nutzung des gesamten verfügbaren PV-Potentials, wird sich der Ausbau der Photovoltaik nicht merkbar steigern lassen. Dass wir dafür auch Anlagen in der Freifläche brauchen, wird in der Analyse klar vorgerechnet. Angesichts dessen müssen alle Bundesländer endlich eine Energieraumplanung vorlegen, die diese Bezeichnung wirklich verdient und den Zielen der Energiewende entspricht. Denn nur erneuerbarer Strom ist auch günstiger Strom. Das Kleinklein muss ein Ende haben und Ausreden will niemand mehr hören“, fordert Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) die Bundesländer auf, ihre Rolle ernst zu nehmen.
Drei Maßnahmen zur Freiflächennutzung
- Festlegung von Beschleunigungsgebieten und damit die rasche Ausweisung von ausreichend PV-Flächen in den Bundesländern für 41 TWh Strom zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040
- Jährliche Evaluierung des Umsetzungsgrades inklusive Verpflichtung zur Nachbesserung bei Verlassen des Zielpfades
- Ökologisierung des österreichischen Finanzausgleichs entsprechend der Klimaperformance der einzelnen Bundesländer und Gemeinden