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Negative Strompreise gibt es derzeit nicht

Ein Hochspannungsmast im Hintergrund mit Solarpaneelen im Vordergrund bei Sonnenuntergang.

Im Mai herrschte noch Aufregung, weil der Überschuss bei Sonnenstrom die Börsenpreise speziell an Wochenenden ins Bodenlose fallen ließ. Hitze und Trockenheit haben das drastisch verändert.

Die hohen Temperaturen und die geringe Wasserführung in den Flüssen bringen nicht nur Leitungen und Kraftwerke im heimischen Stromsystem unter Druck. Die aktuelle Hitzewelle in vielen Teilen Europas schlägt sich auch in den Börsenpreisen nieder. Anders als in den vergangenen Sommern und noch im Frühjahr gibt es keine negativen Strompreise mehr, auch nicht in den Mittagsstunden, wenn die Tausenden Photovoltaikanlagen, die in den vergangenen Jahren dazugekommen sind, voll laufen. Am Freitag, 7. August, lagen die Preise im Großhandel für eine Megawattstunde auch zur Tagesmitte nicht unter 90 Euro und kletterten am Tagesrand auf bis zu 240 Euro. An manchen Tagen waren die Abendspitzen zuletzt noch höher.

Die Zeit, in der Österreich zu Mittag viel mehr Strom hatte, als verbraucht wird, wie etwa am 1. Mai, als Strom mehrere Stunden lang bis zu minus 500 Euro pro MW kostete, ist vorbei. „Trotz der hohen Photovoltaik-Erzeugung entstehen zur Mittagszeit keine Stromüberschüsse“, sagt Gerhard Christiner, Vorstandssprecher des heimischen Übertragungsnetzbetreibers APG (Austria Power Grid).