Die geplante Energiewende in Österreich hat einen unerwarteten Dämpfer erhalten. In der ersten Nationalratssitzung für die neue Dreierkoalition wurde die Mehrwertsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen vorzeitig abgeschafft. Damit wird der Nullsteuersatz ab dem 1. April 2025 aufgehoben. Die PV-Branche warnt nun vor einer Rückkehr zu bürokratischen Hürden und damit einhergehender Unsicherheit. Wer jetzt noch von der Befreiung der Umsatzsteuer profitiert, hat sich MeinBezirk angesehen.
Die Umsatzsteuerbefreiung machte den Kauf einer Hausdach-PV-Anlage bis 35 kWp im vergangenen Jahr so attraktiv wie nie zuvor. So konnte man sich durch diese Maßnahme mehrere tausend Euro ersparen. Aufgrund der Ankündigung der neuen Regierung, diese Förderung zu streichen, bewegte sich die Nachfrage zuletzt im zweistelligen Prozentbereich, sagte die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria, Vera Immitzer gegenüber MeinBezirk. “Letztes Jahr wurden über 90 Prozent der PV-Anlagen im privaten Bereich errichtet”.