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Ladevorgang abgebrochen: Batteriespeicher bangen um ihre Zukunft

Milliardeninvestitionen, Netzanfragen im Überfluss und Streit über Gebühren: Österreich steht vor einem Batteriespeicher-Boom. Doch welche Speicher braucht es wirklich – und wie müssen sie betrieben werden, damit sie nicht nur Geld bringen, sondern auch das Netz entlasten?

Spartipp: Zu Mittag Wäsche waschen, denn da gibt es besonders viel Strom aus Sonnenenergie, und der ist damit besonders günstig. Nur, wer ist schon untertags daheim, um nach der Sonne die Waschmaschine einzuschalten? Dafür gäbe es eine Lösung: Speichersysteme.

Die Erneuerbaren Energien haben unbestreitbare Vorteile: Der Strom kommt aus nachhaltigen Quellen und sie stärken die Unabhängigkeit Österreichs und Europas. Sie haben aber auch unbestreitbare Nachteile: Gibt es gerade keinen Wind oder ist die Sonne verdeckt, gibt es keinen grünen Strom. Den Westen des Landes, wo ohnehin weniger Windräder und PV-­Anlagen stehen, muss der Osten beliefern. Dafür hat der Westen einen anderen Vorteil: große Pumpspeicheranlagen, also ein Wasserkraftwerk als Energiespeicher.

Die fehlen im Osten wiederum, dafür kann hier eine andere Speichertechnologie Abhilfe schaffen: Batteriespeicher, sie nehmen überschüssige Energie auf und helfen so, Österreich auch bei Flaute zu versorgen. 

In den vergangenen Jahren haben die Batteriespeicher technologisch große Fortschritte gemacht – und es hat sich ein neuer Wirtschaftssektor rund um sie entwickelt.

Doch diese aufstrebende Branche ist nervös. Sie fürchten, nicht wirtschaftlich arbeiten zu können mit den Regeln, die die Regulierungsbehörde E-Control gerade für sie ausarbeitet. Denn nach jetzigen Stand müssen Batteriespeicher doppelt Netzentgelt zahlen, für den Bezug und das Einspeisen des Stroms.