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Klimapolitik: Strukturwandel gestalten statt ignorieren

Die Ökologisierung ist nicht der Sündenbock für die wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie ist der Ausweg daraus.

Ein Gastkommentar von Katharina Rogenhofer und Christoph Badelt

Seit vielen Monaten kursiert ein Schreckensgespenst durch die heimischen Tageszeitungen: die Deindustrialisierung. Produktionsstandorte werden geschlossen, Beschäftigte entlassen. Österreichs Wirtschaft, so die Meinung vieler Beobachter, ist dabei, sein industrielles Herz zu verlieren.

Halten die aktuellen Prognosen, dürfte die längste Rezession in der Zweiten Republik vorerst zu Ende sein. Aber ein Zurück zu alten, glorreichen Zeiten ist für viele Industriebetriebe nicht abzusehen. Immer häufiger wird dafür in der Klimapolitik der Sündenbock ausgemacht. Maßnahmen für die Emissionsreduktion würden auf Kosten des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit gehen, heißt es.