Künftig gibt es auch in Kärnten für Kunden des Landesenergieversorgers deutlich weniger Geld für Überschuss-Sonnenstrom. Wem der Vertrag gekündigt wird, müsste gleich mehrere Optionen durchrechnen.
Im Mai des Vorjahres sorgte die Kündigung von 20.000 Photovoltaik-Einspeiseverträgen durch die Energie AG Oberösterreich für Aufregung. Seitdem sind die Einspeisetarife weiter gesunken. Derzeit schickt auch die Kelag Kündigungen bestehender Stromabnahmeverträge aus und bietet zugleich den Abschluss eines neuen an. Die Konditionen der angebotenen Tarifoptionen sind gänzlich andere, die Vergütung fällt deutlich niedriger aus.
PV-Strom: „Nicht mehr so schnell hohe Marktpreise“
„Die Einspeisetarife für PV-Strom bewegen sich derzeit wieder auf Vorkrisenniveau zu. Dies wird sich aller Voraussicht nach auch kaum mehr ändern. Konstant hohe Marktpreise, wie 50 Cent zum Höhepunkt der Energiekrise, werden jedenfalls nicht mehr so schnell auftreten“, kommentiert Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria, die aktuelle Situation. Die Kelag folge nun dem Beispiel anderer Energieversorger, die 2024 hoch dotierte Einspeiseverträge gekündigt bzw. auf neue Tarife umgestellt haben.