IHS-Direktor Holger Bonin hat sich in der ORF-„Pressestunde“ am Sonntag gegen voreilige Eingriffe der Politik in die hohen Spritpreise ausgesprochen. Schließlich bedarf es zuerst einer Analyse der genauen Gründe für den Preisanstieg. Was es aber zweifellos brauche, sei weniger Abhängigkeit – und einen Ausbau erneuerbarer Energien.
Der Spritpreis spiele in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen eine „ganz wichtige“ Rolle. Steige dieser, steige folglich auch der Druck auf die Politik einzugreifen, erklärte Bonin. Der Preis sei maßgeblich vom Weltgeschehen abhängig, schließlich seien Öl und Gas nach wie vor „wichtige Schmiermittel dieser Weltwirtschaft“. Und würden zugleich auch erfolgreich als geopolitische Waffe eingesetzt werden.
Rückschritt bei Energiewende: „Rächt sich jetzt“
Bonin ortete bei der konsequenten Durchsetzung der Energiewende und dem Ausbau „grüner Zukunftstechnologien“ Fehltritte in der Vergangenheit – etwa die Rücknahme des Verbrenner-Aus. „Das rächt sich jetzt und das fällt uns jetzt auf die Füße, weil wir merken, es gibt auch noch andere Gründe als den Klimaschutz, nämlich die sehr stark eben aus dem Ruder laufende geopolitische Situation.“