Blau-Türkis will die Förderungen für kleinere PV-Anlagen streichen. Wer kann, setzt sein Projekt noch um, solange es sich lohnt. Denn der Wegfall der staatlichen Hilfe kostet jeden Einzelnen Geld.
Der Vormarsch der Solarenergie ist bis dato ungebrochen: Europa hat im Vorjahr erstmals mehr Strom mit der Kraft der Sonne erzeugt als durch das Verheizen von Kohle. Auch in Österreich sind in den letzten beiden Jahren Hunderttausende neue Photovoltaikanlagen ans Netz gegangen – und haben dort mitunter für ernste Probleme gesorgt. Ob das so bleibt, ist aber mehr als fraglich. Denn FPÖ und ÖVP haben sich bereits festgelegt, im Zuge der Budgetkonsolidierung einige der bisherigen Förderungen für PV-Anlagen zu streichen. Konkret soll die Mehrwertsteuerbefreiung für kleinere Anlagen mit einer maximalen Leistung von 35 kWp schon bald fallen.
Während sich die angehenden Regierungspartner davon 175 Millionen Euro an Mehreinnahmen für den Staatshaushalt versprechen, müssen sich Zigtausende Haushalte erneut entscheiden: Sollen sie das geplante PV-Projekt noch schnell durchdrücken, um sich den staatlichen Zuschuss zu sichern, oder den Traum vom Kraftwerk am Dach doch lieber vergessen? Mit welchen Mehrkosten müssen angehende Solaranlagenbesitzer nun rechnen?