Der frühere VP-Politiker und jetzige Photovoltaic Austria Vorstandschef Paierl meint, dass die preisdämpfende Wirkung von Erneuerbaren letztlich auch bei FPÖ verfängt.
Die Klimapolitik Österreichs, die in den vergangenen vier Jahren im Wesentlichen die grüne Handschrift getragen hat, könnte vor einem Wendepunkt stehen – zumindest was die Geschwindigkeit des damit in Verbindung stehenden Ausbaus erneuerbarer Energien betrifft. Mit der hoch wahrscheinlichen Übernahme der Kanzlerschaft durch Herbert Kickl (FPÖ) und den Grünen auf der Oppositionsbank könnte die Bremse angezogen werden. Diesen Schluss könnte man ziehen, wenn man sich Passagen aus dem FPÖ-Wahlprogramm in Erinnerung ruft. Dort ist nicht der Klimawandel, sondern vielmehr die Klimapolitik als Bedrohung herausgestrichen worden.
Das eine sei Oppositionsrhetorik, etwas ganz anderes die Rolle und Sprache einer Partei, sobald sie Regierungsverantwortung übernimmt. Da zählten die Macht des Faktischen und die Kraft der Argumente. “Ich glaube an Letzteres”, sagt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Interessenverbands Photovoltaic Austria, dem STANDARD. Kurz zuvor hatte Bundespräsident Alexander Van der Bellen FPÖ-Chef Herbert Kickl den Auftrag zur Bildung einer Regierung gegeben.