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Energiewende verzögert, Erneuerbaren-Anteil sinkt: EAG-Bericht zeigt großen Handlungsbedarf bei Genehmigungen und Investitionsbedingungen

Der Ausbau erneuerbarer Energien muss wieder deutlich an Tempo gewinnen, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) angesichts alarmierender Zahlen des gestern präsentierten EAG-Monitoringberichts der E-Control. Der jährliche Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung ist seit dem Rekordjahr 2023 deutlich zurückgegangen. Bei Windkraft, Wasserkraft und Bioenergie bleibt der Ausbau deutlich hinter dem notwendigen Niveau zurück. Auch bei der Photovoltaik, die in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Teil des Ausbaus getragen hat, zeigt sich eine Abschwächung. Mit dem Bericht überprüft die E-Control die Umsetzung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG), das eine bilanziell vollständige Versorgung mit Strom aus erneuerbarer Energie bis 2030 sicherstellen soll. Während die internationale Lage von geopolitischen Krisen, unsicheren Handelswegen und schwankenden Energiepreisen geprägt ist, verliert Österreich beim Aufbau einer krisenfesten heimischen Energieversorgung an der notwendigen Dynamik.

„Wir können uns kein Schneckentempo beim Erneuerbaren-Ausbau leisten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell geopolitische Krisen auf Energiepreise durchschlagen. Wer Österreich resilienter machen will, muss die Abhängigkeit von fossilem Öl und Gas konsequent reduzieren. Jede zusätzliche Kilowattstunde heimischer erneuerbarer Energie ist ein Stück mehr Versorgungssicherheit und schützt uns vor dem nächsten Preisschock“, sagt Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin von Erneuerbare Energie Österreich.