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Energiekrise, Photovoltaik und Systemumbau: PV-Ausbau braucht Tempo und Systemwandel

Photovoltaik ist längst mehr als ein Ausbauthema. Bei der Pressekonferenz des Bundesverbands Photovoltaic Austria, kurz PV Austria, ging es um nichts Geringeres als die nächste Stufe des Energiesystems: um Stromspeicher, Elektrifizierung, Netze, Flexibilität und die politische Verlässlichkeit, ohne die selbst die beste Technologie nicht jene Wirkung entfalten kann, die sie längst entfalten könnte.

Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria, ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie die aktuelle Entwicklung in ihrer Funktion nicht als kurzfristige Störung liest. Steigende Öl- und Gaspreise, politische Ad-hoc-Maßnahmen, nervöse Märkte, sinkende Wachstumsprognosen und neue Inflationssorgen – all das fügt sich für sie nicht zu einer bloßen Aneinanderreihung unglücklicher Umstände, sondern zu einem Muster. „Das, was wir aktuell haben, ist kein Einzelfall mehr“, sagte sie. Es sei „vielmehr schon eine systematische Bewegung“, in der die Verwundbarkeit von Energieversorgung bewusst genutzt werde.

Interessant ist, dass PV Austria Photovoltaik nicht mehr als alleinige Spitze nach vorne stellt – um es in der Sprache des Sports zu beschreiben. Immitzer betonte mehrfach, dass die Technologie für sich genommen zwar unverzichtbar sei, ihre eigentliche Kraft aber erst im Zusammenspiel mit Stromspeichern entfalten könne. „Die Photovoltaik alleine ist ein wichtiger Teil, aber ein zweiter wichtiger Teil ist die Batterie, ist der Stromspeicher dazu. Nur gemeinsam gelingt es uns, das Gas, das im Energiemix nach wie vor einen Stellenwert hat, zu verdrängen“, sagte sie.

Bildquelle: Screenshot; i-magazin.com vom 27.03.2026