Die Kritik der heimischen Stromwirtschaft am Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) reißt nicht ab. Die geplanten Gebühren für Einspeiser und damit mögliche höhere Kosten würden heimische Erzeuger benachteiligen, argumentierte die Interessenvertretung Österreichs Energie am Freitag auf Basis einer Studie. Von der E-Control hieß es, man werde bei der Umsetzung des Gesetzes gut aufpassen.
Die Gesamtkosten für die Einspeisung von Strom ins Netz könnten laut Studie, die im Auftrag von Österreichs Energie vom Beratungsunternehmen Aurora Energy Research erstellt und am Freitag vorgestellt wurde, auf das Siebenfache der aktuellen Kosten steigen: von vier Euro je Megawattstunde (MWh) auf bis zu 27,90 Euro.
Wie stark die neue Kostenbelastung für die Einspeiser wirklich ist, hängt davon ab, wie sehr die Verbraucher und Verbraucherinnen tatsächlich entlastet werden sollen. Erklärtes Ziel hinter dem Gesetzesvorhaben sei es, die Stromkosten zu senken, die Versorgungssicherheit zu stärken und die Energiewende zu beschleunigen, sagte jedenfalls Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) bei der Vorstellung des Reformpakets.