Photovoltaik und Solarthermie werden häufig als konkurrierende Technologien gesehen. Tatsächlich verfolgen beide das Ziel, fossile Energieträger zu ersetzen. Vera Immitzer vom Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria und Roger Hackstock vom Verband Austria Solar erklären im Gespräch, was sie sich von der Politik wünschen und welche Schritte sie Installateuren empfehlen.
Wo liegen die größten Synergien von Strom und Wärme der Sonne?
Roger Hackstock: Für die Energiewende werden wir beides brauchen. Da die Wärme den halben Energiebedarf unseres Landes ausmacht, die andere Hälfte teilen sich Strom und Verkehr, ist der Ausstieg aus Öl und Gas da besonders wichtig. Die größte Energiequelle, die wir haben, ist die Sonne, die wird noch viel zu wenig genutzt. Man könnte die Solarthermie als schlafenden Riesen bezeichnen, den wir in den nächsten Jahren wecken müssen, um die Wärmewende zu schaffen.
Vera Immitzer: Die Photovoltaik hat mit samt dem Batteriespeicher als Allrounder ihren Platz im Einfamilienhaus gefunden. Vor allem aber bei großen Warmwasserverbrauchern wie Sportstätten oder in der Fernwärme etabliert sich die Solarthermie, wobei aber auch hier mit Großwärmepumpen überschüssiger Strom in Warmwasser umgesetzt wird.