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Hier finden Sie aktuelle Daten und Fakten zur Photovoltaik. Interessante Grafiken, Marktstatistiken, Studien, Roadmaps und vieles mehr!

"Die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom ist eine der wichtigsten Erfindungen in der Menschheitsgeschichte. Schien das Erreichen dieses Ziels vor ein paar Jahren noch eine Aufgabe für einige Jahrzehnte zu sein, so rückt es in den letzten Jahren wesentlich schneller heran, als man in den kühnsten Vorstellungen zu hoffen wagte."
Immitzer quer©ThomasUnterberger 1 scaled | Photovoltaic & Battery Österreich
Vera Immitzer
Geschäftsführerin

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Photovoltaik-Ausbau

Batteriespeicher-Ausbau

Ergebnisse Mitglieder-Befragungen 2026

Weitere Grafiken

Zahlen, Strategien & Berichte

Studien & Analysen

neu: Ausbau von Batteriespeichern in Kombination mit PV (2026)

Ausbau von Batteriespeichern in Kombination mit Photovoltaik: Effekte auf die Strompreise und Maßnahmen für die Umsetzung (Kurzanalyse im Auftrag von PV&B Austria | FINGREEN; erschienen Juni 2026)

Die Analyse zeigt: Der gezielte Ausbau von Batteriespeichern kann heimisch erzeugten Sonnenstrom in die verbrauchsstarken und teuersten Abendstunden verschieben und damit die Strompreise nachhaltig senken.

Weitere Studien:

Auswirkung des erneuerbaren Ausbaus auf den Endkund:innenstrompreis (Analyse im Auftrag von Oesterreichs Energie | AIT; erschienen April 2026)

Erneuerbare Energien in Österreich 2026: Der jährliche Stimmungsbarometer der österreichischen Bevölkerung zu erneuerbaren Energien (Studie von Deloitte, Uni Graz und Wien Energie; erschienen Februar 2026)

Kurzstudie zu den Effekten der Einführung von Netzentgelten für Einspeiser in Österreich (Studie im Auftrag von Erneuerbare Energie Österreich | enervis; erschienen Dezember 2025)

Erneuerbare senken den Strompreis – Studie zu Auswirkungen von PV, Wind und Kleinwasserkraft auf Strompreise (Studie im Auftrag von IG Windkraft, PV&B Austria, Kleinwasserkraft Österreich | enervis; erschienen August 2025)

Flexibilitäts- und Speicherbedarf im österreichischen Energiesystem (Studie von APG, d-fine, TU Graz und PV&B Austria; erschienen Juli 2025)

Photovoltaik-Potentiale im Gebäudesektor in Österreich bis 2040 und Abschätzung der Photovoltaik-Potentiale auf weiteren Infrastrukturen (Studie im Auftrag von Oesterreichs Energie | Hubert Fechner; erschienen September 2024)

Bewertung der Klima- und Energiestrategien der Länder (Studie der Österreichischen Energieagentur; erschienen Februar 2021)

Ermittlung des Flächenpotentials für den Photovoltaik-Ausbau in Österreich: Welche Flächenkategorien sind für die Erschließung von besonderer Bedeutung, um das Ökostromziel realisieren zu können (Studie im Auftrag von Oesterreichs Energie | Hubert Fechner; erschienen Februar 2020)

Wirtschaftswachstum und Beschäftigung durch Investitionen in Erneuerbare Energien (Studie der JKU; erschienen Oktober 2020)

PV- und speicher Mythen aufgeklärt

Nein, entscheidend ist die Sonneneinstrahlung an mehreren Tagen bzw. im Jahr, nicht dass jeden Tag die Sonne scheint. Auch bei bewölktem Himmel erzeugen PV-Module Strom – das Sonnenlicht wird durch die Wolken diffus auf die PV-Module gestreut. Daher erzeugt die Anlage auch Strom, wenn es regnet oder schneit. Ihre optimale Leistung erreicht sie allerdings bei Sonnenschein. 

Die Zukunft der Stromversorgung besteht aus einem Mix aller Erneuerbaren Energien und einem intelligenten Lastmanagement in Kombination mit Batteriespeichern. So kann eine sichere und nachhaltige Stromversorgung gewährleistet werden. Solarstrom steht gerade in Bedarfsspitzenzeiten (mittags und im Sommer) zur Verfügung und ergänzt sich hervorragend mit der Windkraft, deren Spitzenwerte vor allem im Winter erreicht werden. Biomasse, Wasserkraft und Geothermie stehen kontinuierlich zur Verfügung und gleichen etwaige Defizite aus.

Nein, Österreich hat bereits viele PV-Anlagen, aber der Ausbau ist noch nicht abgeschlossen. Der Strombedarf steigt unter anderem durch Elektromobilität, Wärmepumpen und die zunehmende Elektrifizierung. 

Auch der Ausbau von Batteriespeichern ist dringend nötig. So kann der tagsüber günstig produzierte Sonnenstrom auch in den Abendstunden und in der Nacht zur Verfügung gestellt und damit der Strompreis konstant niedrig gehalten werden. 

Gemeinsam mit Wind- und Wasserkraft, Batteriespeichern und einem leistungsfähigen Stromnetz trägt PV wesentlich zu einer sicheren, sauberen und leistbaren Stromversorgung bei.

Ja – sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen reicht die Sonnenenergienutzung in Österreich und lohnt sich vor allem. In Österreich liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter. Das entspricht einer Energiemenge von 100 Litern Öl, die man einspart, wenn man auf PV-Anlagen setzt. Diese Energiemenge reicht aus, um einen erheblichen Anteil Strom und Wärme zu erzeugen. Solarenergieproduktion in Österreich lohnt sich nicht nur für die eigene Geldbörse, sondern auch für Österreich, denn wir machen uns damit unabhängiger von Energieimporten aus Krisenregionen und damit auch von Preissteigerungen. Besonders die Nutzung von Photovoltaik zur Stromerzeugung hat in Österreich ein großes Potenzial. Zum Vergleich: Würde man auf 3 % der Fläche Österreichs Photovoltaikmodule installieren, könnte man den Energiebedarf Österreichs bereits zu 100 % decken. 

Ja. Auch wenn die Südausrichtung die optimale Ausrichtung ist, haben Anlagen, die nach Westen oder Osten ausgerichtet sind, nur eine Ertragsverminderung von 10 %. Also auch diese Anlagen haben eine gute Wirtschaftlichkeit.

Für Haushalte, die einen erhöhten Bedarf am Abend (Westausrichtung) oder in der Früh (Ostausrichtung) haben, könnte eine Anlage, die nicht nach Süden ausgerichtet ist, sogar den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Quelle: www.klimaaktiv.at
Quelle: www.klimaaktiv.at

Auch ohne eigenes Dach ist es möglich Sonnenstrom zu nutzen. Über eine Beteiligung an Energiegemeinschaften ist es möglich, den Strom direkt vom Nachbarn oder sogar von weiter weg zu beziehen. Der Strompreis ist dann Verhandlungsgeschick und die Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes entfallen teilweise bzw. sind sie reduziert. Hier finden Sie mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Energiegemeinschaften.

Die Leistung von PV-Modulen lässt mit der Zeit nach, allerdings sehr langsam.

Eine Studie an 14 Anlagen in Deutschland mit poly- und monokristallinen Modulen hat eine durchschnittliche Degradation von 0,1 % des Wirkungsgrades pro Jahr gezeigt. Die häufig getroffene Annahme von 0,5 % Leistungsverlust pro Jahr erscheint in diesem Kontext sehr konservativ. Üblich sind Leistungsgarantien der Hersteller von 20-25 Jahren, vereinzelt auch bis 30 Jahre. Oftmals werden PV-Module früher getauscht und ohnehin durch mittlerweile leistungsstärkere Module (auf selber Fläche) ersetzt.

Nein, denn alltägliche Verschmutzungen, wie zum Beispiel Staub, werden größtenteils auf natürlichem Wege von Regen und Schnee beseitigt. Laub, Vogelkot oder andere größere Verunreinigungen können relativ einfach manuell entfernt werden. Das sollte auch konsequent passieren, denn verschmutzte Module können die Leistung der Photovoltaikanlage natürlich mindern.

Die Reinigung der PV-Module ist aber jedenfalls von Fachunternehmen durchzuführen. Hier haben wir spezialisierte Firmen, die Sie kontaktieren können.

Nein, die Stromerzeugung aus Erneuerbaren und vor allem durch Photovoltaik ist deutlich preiswerter als aus fossiler Energie. Während die Kosten für fossil erzeugte Energien in den letzten Jahren gestiegen sind und angesichts aktueller Krisen und endlicher Ressourcen wohl weiter deutlich steigen werden, sind die Preise für Photovoltaik & Stromspeicher im Gegensatz stark gesunken.

Mittlerweile gibt es – vor allem aus Photovoltaik-Anlagen – so viel erneuerbaren Strom, dass der Strompreis zu gewissen Zeiten minimal ist. Wenn abends die PV-Stromerzeugung zurückgeht, produzieren wieder Gaskraftwerke Strom und die Preise steigen teilweise deutlich an. Deshalb sind Batteriespeicher und Flexibilität in der Stromnutzung so wichtig, da sie dabei helfen, die Strompreise konstant niedrig zu halten.

Der häufig verbreitete Irrglaube, dass ausschließlich Erneuerbare Energien subventioniert werden, stimmt nicht. Die konventionellen Energieträger Atomenergie, Stein- und Braunkohle profitieren seit Jahrzehnten in erheblichem Umfang von staatlichen Förderungen, Steuervergünstigungen und weiteren begünstigenden Rahmenbedingungen. 
Des Weiteren fällt ein Kostenvergleich schwer, da die tatsächlichen Kosten und Risiken fossil-nuklearer Kraftwerke nicht überschaubar sind. Tatsächlich werden wir viele der Konsequenzen erst in Zukunft erleben (CO2-induzierte Klimakatastrophen, Nuklearunfälle, Endlagerung von Atommüll, Nuklearterrorismus). Diese Kosten spiegeln sich zwar nicht im aktuellen Strompreis wieder, jedoch versichern so im Wesentlichen die Steuerzahler*innen die Atomindustrie.

Ja, durch den starken Preisrückgang bei PV-Anlagen und Batteriespeichern, amortisiert sich das Gesamtsystem in weniger als 10 Jahren. Danach produziert die Anlage weitere 20 Jahre Strom. Während der Strompreis aus der eigenen PV- und Speicheranlage konstant bleibt, steigt der Preis für den Strom vom Energieversorger. Damit auch tatsächlich eine lange Betriebszeit erwartet werden kann, sollte hier auf die Nutzung entsprechender Qualitätskomponenten geachtet werden. 

Nein.

Die energetische Amortisation meint die Zeit, die eine PV-Anlage benötigt, um die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde, zu produzieren. Die Dauer hängt von der verwendeten Technologie und dem Anlagenstandort ab und beträgt in Österreich weniger als zwei Jahre. Nach dieser Amortisationszeit produziert die Anlage für die restliche Zeit ihrer Lebensdauer (mind. 30 Jahre) emissionsfrei Strom. Heute hergestellte PV-Anlagen erzeugen somit während ihrer Lebensdauer mindestens 10-mal mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wurde.

Rückzahlzeit des CO2-Äquivalents: Bei der Produktion von 1 kWp PV-Leistung werden 500 kg CO2 Äquivalente verursacht. Umgerechnet auf die über die Lebensdauer produzierte Energiemenge, entstehen somit 15 g CO2 pro erzeugter kWh. Zeitgleich wird jedoch durch die Erzeugung mittels der PV-Anlage 363 g CO2 pro kWh eingespart, die sonst bei konventioneller Stromerzeugung anfallen würden. Das bei der Produktion verursachte CO2 ist damit innerhalb von einem Jahr wieder eingespart.

Nein. Die Forschung zielt darauf ab, den Materialeinsatz bei PV-Modulen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem wird am Modul-Recycling gearbeitet, um die gewonnenen Rohstoffe bestmöglich wieder einzusetzen. 

Rohstoffe in einem PV-Modul:

  • Silizium und Silber (für mono- und polykristalline Module): Das auf dem Photovoltaikmarkt mit Abstand am häufigsten genutzte Material.
  • Metalle und Halbmetalle: Cadmium, Tellur oder Kupfer, Indium, Gallium, Selen, Germanium (für Dünnschichtmodule)
  • Metalle: Eisen, Kupfer, Aluminium für Rahmen, Kabel und Aufständerung
  • Glas (Silikat-Glas als Schutzglas der Module)
  • Kunststoffe

Der Bedarf von Seltenen Erden ist bei Dünnschichtmodulen besonders hoch. Durch den geringen Marktanteil werden jedoch noch keine kritischen Mengen erreicht.
Bei Siliziummodulen ist lediglich der Einsatz von Silber möglicherweise kritisch. 

Mit der steigenden Anzahl an PV-Anlagen und der damit steigenden Erzeugungsleistung im Netz werden die Anforderungen an die Stromnetze höher.

Es gibt dafür verschiedene Lösungsansätze. Die klassische Lösung ist die stellenweise Verstärkung des Verteilnetzes und der Trafostationen. Zudem soll ein aktives Verteilnetz, ein sogenanntes Smart Grid, aufgebaut werden. Dabei wird parallel zum Stromnetz eine Kommunikationsstruktur errichtet, die den aktiven Eingriff in die Spannungsverläufe ermöglicht und so mehr Kontrolle erlaubt. Außerdem sorgen die bestehenden technischen und normativen Vorgaben für PV-Anlagen für einen dauerhaft reibungslosen Betrieb des Stromnetzes.

Mit dem steigenden Anteil an Erneuerbaren Energien gibt es auch einen zusätzlichen Bedarf an Flexibilitäten im System. Diese Flexibilitäten werden durch Speicher (Heimspeicher, E-Mobilität, Wärmespeicher etc.), Importe/Exporte, Power-to-Gas-Technologien oder durch die Verschiebung von Lasten zur Verfügung gestellt.

Nein, tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. PV-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern und einem intelligenten Netz tragen zur Versorgungssicherheit bei.

Jede PV-Anlage muss vom Netzbetreiber freigegeben werden und unterliegt technischen Vorgaben, die einen sicheren Netzbetrieb gewährleisten. Moderne Wechselrichter reagieren automatisch auf Spannungs- und Frequenzabweichungen und können ihre Einspeiseleistung bei Bedarf reduzieren. So erbringen PV-Anlagen netzdienliche Funktionen für das Stromnetz. Wenn zusätzlich zur PV-Anlage eine Batteriespeicher installiert wird, kann dieser ungenutzten Strom (aus der PV-Anlage oder aus dem Stromnetz) zwischenspeichern und zeitverzögert einspeisen/freigeben. Damit erfüllt er eine regulierende Funktion.

Auch Netzbetreiber können PV-Anlagen in kritischen Situationen gezielt ansteuern. Stromspeicher und Energiemanagementsysteme helfen zusätzlich, Erzeugungsspitzen auszugleichen und Strom zeitversetzt bereitzustellen.

Der Wirkungsgrad von PV-Zellen, der sich je nach verwendeter Zelltechnologie unterscheidet, stieg in den letzten Jahren kontinuierlich – durchschnittlich um 0,3 Prozentpunkte pro Jahr. Die „Standard“-Zelle (polykristalline Zelle) schafft es bereits auf Wirkungsgrade von 22 %, monokristalline Zellen erreichen Spitzenwerte von über 26 %. Bei den Dünnschichtzellen, die in Spezialfällen zum Einsatz kommen, liegen die Höchstwerte bei 23 %.

Viele konventionelle Kraftwerke laufen noch mit Wirkungsgraden von unter 40 %, obwohl die Technologie bereits seit 100 Jahren im Einsatz ist. Der Vergleich von Wirkungsgraden zwischen fossiler Kraftwerke und Solarkraftwerken ist nicht zielführend, denn fossile Energien sind begrenzt. Das bedeutet sie müssen möglichst effizient eingesetzt werden, wogegen Solarenergie praktisch unbegrenzt vorhanden ist.

Nein. Auch wenn mit steigenden Temperaturen die Leistung von PV-Modulen etwas sinkt, ist die Stabilität der Stromversorgung hierdurch nicht gefährdet, da sich der Wirkungsgrad der PV-Anlage im Hochsommer bei sehr hohen Temperaturen im Durschnitt zwar um rund 3% reduziert – dieser Verlust jedoch durch die vielen Sonnenstunden deutlich ausgeglichen wird.

Wie stark sich die Module erwärmen, hängt unter anderem von der Montageart, der Ausrichtung und der Dachart ab. Eine gute Hinterlüftung der Module kann dabei helfen, die Temperaturen zu reduzieren. Eine zusätzliche Kühlung der Module ist nicht erforderlich. Insgesamt fällt der Leistungsverlust durch hohe Temperaturen im Vergleich zum höheren Solarertrag an sonnigen Sommertagen wenig ins Gewicht.

Stromspeicher verfügen über Temperaturüberwachung und Schutzfunktionen, die bei zu hohen Temperaturen automatisch die Lade- und Entladeleistung reduzieren. Bei Wechselrichter und Speicher sollte lediglich auf einen kühlen, gut belüfteten Montageort sowie die Herstellerangaben geachtet werden.

Solche Variationen lassen sich von Stromnetzbetreiber technisch leicht beherrschen. Tatsächlich verursacht ein durchziehendes Gewitter oder ein Wolkengebiet stärkere Variationen.

Nein. Batteriespeicher können weit mehr Energie speichern als zur Herstellung benötigt wird. Das Fraunhofer Institut errechnete den Energieeinsatz bei der Herstellung von Lithium-Ionen Speicher: Pro Wattstunde Speicherkapazität werden 500-600 Wh an Primärenergie benötigt. Nimmt man demnach beispielsweise einen Speicher, der über 14.000 Zyklen bei 60% Restkapazität verfügt, so ist die benötigte Energiemenge für die Herstellung des Stromspeichers bereits nach 1500 Zyklen gespeichert und somit ausgeglichen. Ein solcher Speicher kann also rund 9-mal so viel Energie speichern, wie bei der Herstellung aufgebracht wurde.

Nein. Zwar erzeugt eine PV-Anlage im Winter aufgrund der kürzeren Tage und des niedrigeren Sonnenstands weniger Strom als im Sommer, dennoch kann die PV-Anlage auch im Winter einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung leisten. Wie stark die Winterproduktion einer Anlage ausfällt, hängt unter anderem vom Standort, der Ausrichtung und dem Aufstellungswinkel der PV-Module ab.

An Wintertagen ist der Einstrahlwinkel der Sonne flacher als im Sommer. Um den winterlichen Ertrag zu erhöhen ist eine steile bzw. senkrechte Aufstellung der Module sinnvoll zum Beispiel an der Fassade oder als Balkon- oder Zaunlösung. 

Bei Freiflächenanlagen sorgen senkrecht aufgestellte bifaziale Module (spezielle Art von PV-Modulen, die auf beiden Seiten Solarzellen tragen und somit Strom über beide Modulseiten erzeugen) für hohe Wintererträge. Durch den Albedo Effekt – also die Reflexion der Sonnenstrahlen – wird die Stromproduktion bei Schneelage weiter erhöht.

Fakt: PV-Module arbeiten bei Kälte besonders effizient. Das bedeutet, die PV-Anlage erzielt ihre höchste Leistung an einem sonnigen kalten Tag.

Dass die Winterproduktion keineswegs unbedeutend ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung: Im Dezember 2024 wurde in Österreich mehr PV-Strom erzeugt als im Juli 2021 – obwohl der Dezember grundsätzlich das Monat mit den kürzesten Tagen und den wenigsten Sonnenstunden ist. Der Vergleich zeigt: Durch den Ausbau der Photovoltaik steigt auch die PV-Stromproduktion im Winter deutlich.