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Ausgerechnet Trump befeuert Energiewende

Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump, der im eigenen Land stark auf Erdöl setzt und Solar- und Windenergieprojekte auf Eis gelegt hat, könnte mit seiner Politik die globale Energiewende beschleunigen. Der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg hat weltweit einen Run auf erneuerbare Energie ausgelöst: Im Gegensatz zum volatilen Ölpreis sind die Kosten dort kalkulierbar, und man reduziert die Versorgungsabhängigkeit.

Am Donnerstag plädierte der europäische Akademienverbund EASAC, die Dachorganisation der Akademien der Wissenschaften, für ein rasches Handeln in Sachen Energiewende. „Es scheint, dass Europa von einer Energiekrise zur nächsten taumelt“, sagte Neven Duic, Professor an der Uni Zagreb und Kovorsitzender des EASAC-Energieprogramms.

Die Zeichen der Zeit stehen jedenfalls für die Erneuerbaren: Patrice Geoffron, Direktor des Zentrums für Geopolitik, Energie und Rohstoffwirtschaft an der Pariser Universität Dauphine, schrieb Anfang April in „Le Monde“, dass Trump – unabsichtlich, aber signifikant – einen Beitrag zur Energiewende leiste, indem er „die Märkte für fossile Brennstoffe strukturell unberechenbar macht“.