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2024: Zehn Prozent Rückgang bei PV-Anlagen – Zukunft ist mehr als ungewiss

Branchenverband warnt vor weiteren Einbrüchen, wenn Regierung nicht umgehend handelt

Wien, 25. März 2025 – Bereits im Herbst warnte der Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) vor einem Rückgang des PV-Zubaus. Unklare Förderbedingungen, die angespannte Wirtschaftslage und fehlender Rückhalt der Politik bedrohten den Ausbau. Die Zahlen liegen nun vor: Nach acht Jahren des Anstiegs zeigt sich 2024 bei der neu installierten PV-Leistung ein Minus von 10 Prozent. Bleibt die Regierung weiterhin säumig bei der Schaffung klarer Förderbedingungen und wichtiger gesetzlicher Rahmen, drohen der Branche noch in diesem Jahr weitere Einbrüche. 

2024: Aufgestaute Projekte, MwSt.-Befreiung und Großprojekte ermöglichten Zubau

Die E-Control Austria erhebt laufend den Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Stromerzeugungsanlagen – insbesondere PV-Anlagen. „Der Ausbau der Photovoltaik basierte im vergangenen Jahr vor allem auf der Umsetzung aufgestauter Projekte aus den Vorjahren, wenigen großen Projekten und der Aussetzung der Mehrwertsteuer für kleine PV-Anlagen“, betont Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria. Allein durch die Fertigstellung großer Freiflächenprojekte im Schlussquartal 2024 konnte das Gesamtergebnis noch stabilisiert und ein Zubau von 2,2 Gigawatt (Engpass-)Leistung erreicht werden. „Diesen Zubau gilt es zu halten“, so Immitzer.

Kleine PV-Anlagen vor unsicherer Zukunft

Im Kleinanlagensegment bis 20 Kilowattpeak (kWp) konnte die Mehrwertsteuer-Befreiung im Vorjahr die Nachfrage hochhalten. Durch den nun abrupten Wegfall der steuerlichen Erleichterung rechnen laut Branchenbefragung von PV Austria drei von vier Betrieben mit sehr deutlich sinkendem Interesse.

Jahrlich zugebaute Leistung ab 2020 inklusive erforderlicher Ausbau lt. ONIP scaled | Photovoltaic & Battery Österreich