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1,5-Grad-Schwelle wird wohl schon 2028 übertroffen

Ein Hochspannungsmast im Hintergrund mit Solarpaneelen im Vordergrund bei Sonnenuntergang.

Einer bahnbrechenden neuen Studie zufolge wurde das CO₂-Budget für das 1,5-Grad-Ziel bereits aufgebraucht. In weiten Teilen Österreichs ist es bereits jetzt teilweise um drei Grad wärmer.

Dieser Sommer könnte nicht nur zu den heißesten der vergangenen Jahre gehören, sondern auch zu den kühlsten der kommenden Jahrzehnte. So lautet eine Warnung, die neben Klimaaktivistinnen selbst Fachleute aussprechen. Der Trend geht zu höheren Temperaturen und – im Klimasystem damit verknüpft – zu höherem Risiko für diverse Extremereignisse und Naturkatastrophen.

Wer in Österreich seit Jahrzehnten den Klimawandel untersucht und die Politik zu stärkeren Maßnahmen ermahnt, ist Gottfried Kirchengast. Er gründete das Wegener Center der Universität Graz und war an einer Studie beteiligt, die zu einem internationalen Meilenstein der Klimaforschung werden könnte: Gemeinsam mit Kollege Moritz Pichler veröffentlichte er nun im renommierten Fachblatt Communications Earth & Environment eine Arbeit, die ein beunruhigendes Update des Erwärmungsfortschritts liefert sowie eine revolutionäre Grundlage für neue Analysen.